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Geschichte

Die frühe Geschichte beginnt mit dem Psalterium.

 

Der Begriff Psalterium stammt aus dem Griechischen und bedeutet "zupfen".

Das Psalterium wurde ursprünglich mit bloßen Fingern oder mit Federkielen gezupft wie das Bild "König David mit dem Psalterium" zeigt.

Seit Jahrtausenden ist es im ostasiatischen Raum gebräuchlich. Wie so viele andere kulturelle Bereicherungen fand es nach den Kreuzzügen im 11. oder 12. Jahrhundert den Weg nach Europa.

Nach dem Mittelalter verlor das Psalterium hierzulande allmählich an Bedeutung. Im Norden und Osten Europas dagegen entwickelte es sich zum Volksinstrument, z.B. zum russischen Gussli und zur trapezförmigen Kantele in Finnland.

König David mit Psalterium
Nachbau eines Dulce melos

Dulce melos ist die lateinische Bezeichnung des Hackbretts des 15. Jahrhunderts, die schon um 1440 der Arzt und Astronom Heinrich-Arnold von Zwolle in seiner Handschrift verfasste. 

Das Dulce Melos ist ein Saiteninstrument, ein rechteckiges Instrument mit Schallöffnungen, über dessen Korpus Metallsaiten gespannt sind, die von zwei Stegen (Quint- und Oktavsteg) geteilt sind.

Werden die Saiten mit Stäbchen oder einem Plektrum angeschlagen, erklingen die süßesten Töne.

In Italien und Spanien war im 18. Jh. das Salterio, das Hackbrett des Barocks, sehr beliebt. Es wurde teilweise gezupft oder mit feinen Schlägeln gespielt. Vor allem am Hofe der europäischen Königshäuser durfte das Salterio nicht fehlen. Entweder wurde es im Orchester integriert oder diente als Soloinstrument. Auch in den Kirchen, Klöstern und im Theater erklang es.

Namhafte Komponisten wie Antonio Vivaldi, Nicola Porpora oder Niccolò Jommelli schrieben original Salterionoten. Diese liegen in vielen europäischen Bibliotheken und sind nur teilweise veröffentlicht.

Berera Salterio (Salzburg Museum)

Das Salterio wird derzeit von einigen Künstlerinnen und Künstlern der Alten Musik aus dem Dornröschenschlaf erweckt.

 

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